stolperstein
VERLASSENE LIEBE
Wenn eine Liebe geht, können wir nichts dagegen tun - der Wechsel der Gezeiten kündigt sich nicht immer an.
Wenn die Inhalte einer Liebe sich verschoben haben fangen die Schwierigkeiten in der Kommunikation mit uns selbst und dem Partner erst an. Unsere Welt der Lebendigkeit ist verstört, und Unsicherheit macht sich breit - dürfen wir auf unser Herz hören? Dürfen wir Unausgesprochenes kommunizieren um eine neue Sichtweise gegen die Partnerschaft zu erlangen?
Veränderungen vollziehen sich nicht immer im Sichtbaren, und der Weg bis zur Erfüllung der Wünsche ist schwer zu überbrücken.
Für die Wahrheit muss sich niemand entschuldigen, denn das Gesetz des Lebens folgt dem Weg der Eroberung und der Neuorientierung. Doch schützen wir uns in Nostalgie und Sentimentalitäten zu ertrinken, um von uns fern zu halten was uns gefährlich nahe kommen könnte - dies würde den Weg der Einsamkeit charakterisieren, und Selbstmitleid würde sich in Hass verwandeln.
Die Erinnerung des Schmerzes findet sich in jedem Muskel, retten wir uns in tröstende Träume, und schaffen uns so ein Bett des Überlebens.
Das Leben kennt 2 Konstante: Was es zusammengefügt hat, wird es auch wieder trennen, um es an anderen Orten wieder zu vereinen. Dies spaltet schon mal die Wahrnehmung, und trennt schon mal die Einigkeit, doch es bewirkt auch eine tiefe Erkenntnis - denn unsere Welt ist genau dort, wo wir unsere Lebendigkeit fühlen. Die längste Zeit verbringen wir in unserer Gesellschaft, und Kursänderungen haben einen großen Wert. Zerstören wir niemals die schönen Erinnerungen und behandeln sie als Kostbarkeit.
Wenn eine Liebe geht, können wir nichts dagegen tun - fühlen wir den Schmerz und suchen wir uns stärkere Pole um neue Wege zu finden.
© LTL 2012