PERSÖNLICHE GRENZEN


Gewappnet mit Erfahrung und Wissen, wehre ich mich gegen Unverständnis und Hass.


Die Entfremdung im Alltag, die enorme Geschwindigkeit unserer Gedanken und die Teilnahmslosigkeit des Augenblicks raubt uns Menschen den sicheren Halt. Die manipulative Flut unterschiedlichster Informationen streift Bedürfnisse, nährt Ängste und lässt Sehnsüchte trauern. Unsicherheit und Zaghaftigkeit fokussiert in dieser brutalen Vielfalt stets einen Mangel, doch der Glaube an die Kraft der Möglichkeiten und unser Blick zur inneren Freiheit schenkt uns kreative Gelegenheiten und entschärft den Erfolgsdruck. Doch gerade die leisesten Sinneseindrücke wollen sorgsam betrachtet und verarbeitet werden – dies benötigt Ruhe und Raum zur Empfindsamkeit. Setzen wir Prioritäten und schaffen wir uns Freiräume.

 

Jeder Haltlosigkeit fehlt der Anker innere Ruhe und die Praxis gelebter Sicherheit.

 

Das Überwinden von Krisen trocknet bittere Tränen, schärft unsere Wahrnehmung und nimmt uns die Angst vor dringend benötigter Verantwortung - doch wer sich hierbei belügt, misshandelt seine Seele. Der Entwicklungsprozess neue Wege umzusetzen, erwächst aus den mächtigen Partnern Vertrauen und Achtsamkeit – nur so geben sich passende Momente und interessante Chancen zu erkennen. Nutzen wir die Begabung unserer Intuition zu vertrauen – nutzen wir unseren Verstand um unseren Geist von falschen Prägungen und selbstgefälligen Interpretationen zu befreien. Die Logik des Schmerzes wohnt weder in greifbaren Erinnerungen, noch atmet sie durch selbstgefällige Illustrationen verzerrter Wahrnehmungen. Schmerz wurzelt tief in dem Grund, der uns das Loslassen unmöglich erscheinen lässt.

 

Grenzen ziehen sich immer dort, wo Beweggründe und Verantwortlichkeiten ihre Überschaubarkeit verlieren.

 

Unsere Erwartungen müssen wir uns selber erfüllen – denn in erster Linie leben, atmen, staunen und entdecken wir für uns selbst. Doch der Anspruch nach Vollständigkeit motiviert sich nur in Verbindung mit Weggefährten und der Waghalsigkeit, mit aller Verletzbarkeit und Nacktheit zu lieben. Hand in Hand investieren und schöpfen wir aus einem Netzwerk von wilden Emotionen, tiefen Beweggründen,  wunderbaren Augenblicken und dem lebensbejahenden Vertrauen, einzigartige und noch nie beschrittene Wege zu gehen. Realität lässt sich in viele Richtungen gestalten und immer wieder neu arrangieren – verlieren wir niemals unsere Verantwortlichkeit und individuellen Bedürfnisse aus den Augen, und tanzen wir stets die Melodie, die uns Gedanken fühlen und Menschen lieben lässt.

 

Ziehen wir unsere Grenzen sobald Nähe zum Schmerz, und Gesundheit und Zeit zur Nebensache werden.

 

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