MELODIEN DES ALLTAGS


Das Leben ist laut, der Alltag ist fordernd - beides hat ein irrsinniges Tempo.

 

Kommunikation zwischen Menschen wird immer mehr zu einer Herausforderung, setzen wir doch voraus, dass unser Gegenüber erfassen kann was uns bewegt. Mit geformten Bildern in unseren Köpfen, der Erinnerung geprägter Erlebnisse, und der Verantwortung begangener Taten, bestimmen wir unser Denken. So kleidet sich unser Blickwinkel in verschiedene Hüllen  aus Abwehr, Verurteilung, Entgegenkommen, Mißtrauen und Offenheit. Wir hören in Gedanken die Hast in den Köpfen der Menschen – haben wir verstanden, dass sich Qualität und das Urteil ohne Betrachtung niemals die Hände reichen können?

 

Bewunderung nährt sich aus der Sehnsucht - das Recht ist eine zerklüftete Namenlose.

 

Lauschen wir einer Melodie, begleitet diese eine Flut aus Bildern und Emotionen, gespeist aus Erfahrungen, Werten und Farben. Wie offen schauen wir in den Morgen, wie sicher ist unser Schritt durch den Tag? Können wir es ertragen, dass unsere Sehnsüchte unbeachtet an der Welt vorbeigleiten, oder leihen wir uns Zeit, um unser Spektrum an Farben zu erweitern? Das Recht sucht nicht den Stärkeren oder die breitere Masse – Recht fühlt sich bei all jenen zu Hause, die Betrachten vor dem Denken, die von Milde geleitet werden bevor Sie urteilen, und die Süsse der Zeit schmecken können bevor sie in Abhängigkeiten hinabtauchen. Die Sehnsucht hat nicht immer Recht - entdecken wir die langsamen Schritte und atmen den Duft der Fairness.

 

Echtes Verständnis erlangen wir nur auf der Reise in andere Welten – lösen wir ein Ticket.

 

Wir können nur lieben was wir kennen, und wir können nur ablehnen was wir vorher erfassen wollen. Die Betrachtung ist der Schlüssel, wollen wir die Entwicklungen der Menschen verstehen. Kommunikation bedeutet auch innehalten und sich zurücknehmen zu können, findet sich aber auch inmitten eines lauten Basares im Austausch um den besseren Preis wider. Wie effektiv unser Widerstand ist, wie tief unsere Liebe gründet, wie umfassend unser Wissen wächst, wie demütig oder lachend wir unsere Gedanken umhertanzen lassen: Die Voraussetzung hierfür ist die Bereitschaft, über unseren Horizont hinaus die Farben anderer Menschen betrachten zu wollen und zu erkennen, das jede Geschichte ihr ureigene Philosophie in sich birgt.


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