Triebfeder des Erfolges


Das Ausboten von Mitbewerbern nährt sich aus der großen Angst vor Konkurrenz.


Die Definition von Erfolg richtet sich stets nach unserer individuellen Sichtweise. Bildung leistet hier wertvolle Dienste, sie sorgt für einen weiten Horizont, schenkt uns emphatische Gelassenheit und vertieft mentale und geistige Anlagen. Messen wir uns allerdings an greifbaren Vorbildern, verlagert sich unsere Perspektive auf Erfolg und fokussiert sich nur noch auf das Erreichen eines bestimmten Zieles. Dies befriedigt bestenfalls unser Ego und schönt unseren Blick auf die eigene, gesellschaftliche Position – es festigt aber keinesfalls unser Selbstbewusstsein oder stärkt unseren Selbstwert. Die wahre Sättigung des inneren Hungers nach Anerkennung erlangen wir nur durch das Begreifen der Begriffe Demut und Vergänglichkeit.


Wir sollten immer wissen wohin wir streben.


Demut ist die Kraft der Bescheidenheit, denn nur der ehrliche Blick in unser Innerstes vermittelt, was uns tatsächlich bewegt und einen ausgewogenen Sinn für uns ergibt. Das tägliche Wachstum, gerade in vermeintlich unwichtigen Alltagssituationen, dient als wichtiger Grundpfeiler für die seelische und emotionale Entwicklung des Geistes. Die Entfaltung unserer Möglichkeiten formt ein stabiles Gerüst aus Grundvertrauen und Mut – so lassen sich Erfolge genießen und Rückschläge entsprechend verarbeiten. Ruhephasen sind hierbei sehr wichtig um Luft zu schöpfen und neuen Raum zu schaffen - allerdings sollten wir uns vor Stillstand hüten, denn verharren wir zu lange in einer Situation, passen wir uns der Teilnahmslosigkeit an.


Der Triumph lohnt sich gerade dann, wenn uns niemand dabei hört.


Klang wird erst dann zur Musik wenn aus lähmender Gewohnheit eine Melange aus Gelassenheit und neuen Perspektiven erwachsen ist. Fakt ist: die meisten Freundschaften sind nicht mehr als Bekanntschaften ohne Verpflichtung – nicht selten verflochten mit Vorteilsnahme. Lohnt es sich also im Schatten von Fremdbestimmung unsere Kraft und Kreativität den Visionen anderer Menschen zu spenden? Zwischen Dasein und Leben liegen Welten – das Eine typisiert ungenutzte und verschwendete Lebenszeit und das Andere charakterisiert den Wert unschätzbarer Erfahrungen. Auch wer an das Gute im Menschen glaubt, darf das eigene Potential niemals verschwenden. Wer sein Leben nicht vertieft indem er ihm mehr Substanz verleiht, versäumt es im Alltäglichen das Besondere zu entdecken – dieser Mensch hat das Prinzip des Glücklichsein nicht verstanden.


Aktivität ist die Triebfeder des Erfolges - mit all seinen Gesichtern.


LTL © 2018